Das Gitarrensolo, das Highlight eines jeden Stückes! In diesem Moment entstanden und kaum reproduzierbar ....
Die einfachste Art zu einem Lied zu Improvisieren, ist die Pentatonik. Bei der Pentatonik (penta=5) werden nur 5 Töne der Tonleiter, die aus 7 Tönen besteht, verwendet. Es werden die reine Quart (IV) und die große Septime (VII) der Tonleiter weggelassen. Dadurch sind in der Pentatonik keine Halbtonschritte vorhanden, sie besteht nur noch aus großen Sekundintervallen (2 Halbtonschritte) und übermässigen Sekundintervallen (3 Halbtonschritte).
Die Pentatonik besteht aus fünf verschiedenen Pattern. Das sind fünf Abschnitte von grafischen Mustern auf dem Griffbrett. Diese Pattern liegen nacheinander längs des Griffbretts. Sie werden meist von 1 bis 5 durchnummeriert. Hiervon wird das Pattern Nr. 3 am häufigsten verwendet, da dies für den Anfang am übersichtlichsten und am besten zu Lokalisieren ist, da sich die Grundtöne auf der E-Saite (E6 bzw. e1) befinden. Um nun in diesem Pattern zu einem Lied oder Playback in C-Dur zu improvisieren, muß das Pattern zwischen dem 5. und dem 8. Bund des Griffbrettes liegen. Der Grundton C liegt auf dem 8. Bund der E-Saite. Da die Tonart A-Moll, die Paralleltonart zu C-Dur ist, wird mit dem selben Pattern an der selben Position improvisiert (5.-8.Bund). Der Grundton liegt nun auf dem 5.Bund der E-Saite. Dieses Pattern sollte man zunächst auf und ab spielen, später dann eigene Licks, das sind meist 1-2 Takte lange Solopassagen, erfinden. Um die Tonart beim Zuhörer, sowie die eigene Griffbrettorientierung zu vertiefen sollte der Grundton am Anfang und/oder am Ende des Licks gespielt werden. Dieses Pattern am 5.-8.Bund kann ebenfalls für einen Blues in A (Am7 oder A7) verwendet werden. Der Blues nimmt eine Sonderstellung in der Harmonik ein, daher wird, ob Moll- oder Dur-Akkorde meist mit der Moll-Pentatonik improvisiert.
Um in einer anderen Tonart zu improvisieren werden die Pattern längs des Griffbretts verschoben. Ihre Reihenfolge bleibt dabei gleich. Zum Beispiel um in G-Dur zu spielen wird Pattern 3 auf Bund 12 bis 15 verschoben. Der Grundton ist auf Bund 15 der E-Saite. Gleiches Pattern, gleiche Lage entspricht E-Moll und E-Blues, nur der Grundton E ist auf dem 12.Bund der E-Saite.
Tonart
Lage von Pattern 3
Grundton E-Saite
verwendeten Töne
C -Dur
5.- 8. Bund
8. Bund
c-d-e-g-a
A -Moll
5.- 8. Bund
5. Bund
a-c-d-e-g
A -Blues
5.- 8. Bund
5. Bund
a-c-d-e-g
G -Dur
12.-15.Bund
15.Bund
g-a-h-d-e
E -Moll
12.-15.Bund
12.Bund
e-g-a-h-d
E -Blues
12.-15.Bund
12.Bund
e-g-a-h-d
Ein wichtiger Faktor ist die klare Definition des verwendeten Tonmaterials. A-Moll-Pentatonik bedeutet: 5 Töne (a-c-d-e-g). C-Dur-Diatonik oder Tonleiter bedeutet: 7 Töne (c-d-e-f-g-a-h-c)
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Hier einige Pattern zur Umsetzung aufs Griffbrett
Pentatonik Pattern Nr.3
Pentatonik Pattern Nr.4
Pentatonik Pattern Nr.5
Pentatonik Pattern Nr.1
Pentatonik Pattern Nr.2
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Eine weitere Möglichkeit ist die Darstellung des ganzen Griffbretts. Besonders bei Arpeggios sehr übersichtlich. Hier sind die Noten in Zahlen dargestellt. Diese entsprechen den Intervallen. Die 1 ist der Grundton, die 2 eine große Sekunde, die b3 eine kleine Terz usw. Die Orientierung erfolgt vom Grundton (1) direkt zu den einzelnen Intervallstufen.
Die Übersicht mit Intervallen ist auch bei den einzelnen Modes (z.B. dorisch, phrygisch, mixolydisch usw) sehr hilfreich und übersichtlich.
Griffbrettübersicht (verbesserte Darstellung mit Textformat Lucida Console)