Die Grundlage für einen guten 'Sound' ist ein vernünftiges Equipment. Das bedeutet, mindestens eine Mittelklasse-Gitarre, einen Röhren-Amp und gute Kabel im Signalweg. Mit diesem Equipment muss ein guter Sound bereits vorhanden sein. Jedes weitere Gerät, bzw. Effektgerät, das in den Signalweg geschaltet wird, verändert den Sound und mindert meist seine Durchsetzungsfähigkeit. Der ganze Aufbau sollte übersichtlich und leicht zu bedienen sein, dass auch im 'Auftrittsstress' alle Sounds und Effekte angepasst werden können.
Desweiteren sollte mit einem, maximal zwei, 'Tritt' der nächste Sound, zur Verfügung stehen.
Nicht zu vergessen sind, die für den Sound ebenfalls sehr wichtigen, Saiten und Plektren, hier muss man etwas herumprobieren, bis man das Richtige für sich gefunden hat.
Nach einigen Jahren sollte auch die Suche nach dem besten Equipment abgeschlossen sein und der eigene Sound gefunden. Die Zeit für Kataloge und Angebote zu sichten kann sicher sinnvoller genutzt werden. Das heißt nicht, die Augen vor neuer Technik zu verschließen, aber es sollte sich im Rahmen halten.
Der Sound sollte weiterhin druckvoll bleiben, das bedeutet für mich, keine digitalen Effekte im direkten Soundweg. Meines Erachtens liefert die ganze Modeling-Technologie nur bröckelige, nicht durchsetzungsfähige Sounds. Diese hören sich zuhause noch gut an, spätestens bei der ersten Bandprobe wird dies zu einem undefinierbaren Soundbrei.
Die von mir konzipierte Effekt-Verstärkerschaltung ermöglicht die Verwendung von Effekten wie Delay und Chorus ohne jeglichen Verlust an Druck oder der Veränderung des Grundsounds.
Meines Erachtens ist es nicht erforderlich immer mit seinem Live-Eqiupment zu spielen oder herumzuziehen. Zum Üben und Proben genügt ein kompakter Transistor-Amp. Um sich F-Phrygisch zu erarbeiten, braucht man nicht unbedingt ein 150-Watt-Fullstack. Erst vorm Gig, dann ein paar Proben mit dem schweren Geschütz.